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Wie reinigt man ein Gebiss? Zähneputzen bei Pflegefall

Tipps und Hilfe für die Unterstützung von Senioren und Pflegebedürftigen bei der Zahnpflege

Wenn eine Person nicht selbst in der Lage ist die eigenen Zähne ausreichend zu pflegen, besteht ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen und Probleme im Mund (Karies, Parodontose, Probleme mit Zahnprothesen). Die Gründe für die unzureichende persönliche Mundpflege und Prothesenhygiene sind zum Beispiel Fehlsichtigkeit, eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, wenig Kraft, Geschmacksverlust, verminderte Motivation oder Demenz. Auch Mundtrockenheit und mangelnde Zungen- und Wangenmotorik (Essensreste bleiben vermehrt und länger zwischen den Zähnen hängen) sind eine Gefahr für die Mundgesundheit. Genauso verstärken die Nebenwirkungen von gängigen Medikamenten (z.B. Blutverdünner, Bisphosphonate, Blutdrucksenker) Mundtrockenheit, Zahnfleischverdickung, Blutungsneigung und Entzündungsneigung. Verminderte Kaukraft aufgrund von lockeren/schmerzenden Zähnen und schmerzhafte Prothesendruckstellen, Gereizte Schleimhaut, eingerissene Mundwinkel, rissige Lippen bereiten pflegebedürftigen Menschen oft regelrechte Qualen. Hinzu kommen Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, die das Immunsystem schwächen und die Keime aus dem Mund zu einer echten Lebensgefahr werden lassen. Gleichzeitig ist der Zugang zu einer zahnärztlichen Behandlung durch eingeschränkte Mobilität oder Bettlägerigkeit oft eingeschränkt oder sogar unmöglich. Daher ist bei der Mundhygiene die Unterstützung von Pflegenden und Angehörigen so wertvoll und wichtig. Sie nehmen mit Ihrem Einsatz eine äußerst wichtige Aufgabe wahr, die sich stark auf Lebensqualität und sogar auf die Lebenserwartung auswirken kann.

 

Eine effektive Mundpflege hilft bei:

Durch mangelnde Mundhygiene kann eine Lungenentzündung ausgelöst werden

Durch mangelnde Mundhygiene kann eine Lungenentzündung ausgelöst werden

♦ Verhinderung von Schmerzen

♦ Senkung des Risikos für Verschleppung von Keimen aus dem Mundraum in die Lunge (Lungenentzündung)

♦ Aufrechterhaltung des Selbstbildes der pflegebedürftigen Person

♦ Erhaltung der Kaufähigkeit um Verdauungsprobleme und Mangelernährung zu verhindern

 

Die häufigsten Schwierigkeiten für Pflegende:

♦ Die Unklarheit was und wie gereinigt werden soll, komplizierte Prothesenkonstruktionen

♦ Der Pflegebedürftige kann sich nicht klar äußern oder macht nicht gut mit, macht vielleicht sogar Abwehrbewegungen

♦ Lockere Zähne

♦ Prothesenhandhabung

♦ Einschätzung von Schmerzzuständen und Leidensdruck

♦ Unsicherheit wann eine Behandlung beim Zahnarzt notwendig ist

 

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick:

♦ Befragen Sie sofern möglich den Pflegebedürftigen/Hauszahnarzt/Angehörige/Pflegepersonal nach seinen Gewohnheiten und worauf man achten muss. Informieren Sie sich auch über den allgemeinen Gesundheitszustand, Erkrankungen, Medikamente, Allergien (Latex)

♦ Sehen Sie nach wie viele Zähne im Mund sind und wo sie stehen. Prüfen Sie mit dem Zeigefinger vorsichtig ob die Zähne locker sind. Zählen Sie die (metallfarbenen) Zähne und überprüfen Sie die Anzahl bei jedem Durchgang. Wenn die Anzahl nicht stimmt, ist evtl. ein Zahn abgebrochen und steckt in der Prothese oder wurde verschluckt.

♦ Sehen Sie sich Zähne und Prothese genau an, machen Sie evtl. Fotos, damit Sie später einen Vergleich haben, falls mal eine Änderung eintritt. Nutzen Sie dafür einen geeigneten Mundspiegel (bekommen Sie bei Ihrem Hauszahnarzt)

Vorgehen und Methoden beim Zähneputzen:

Auf der Oberfläche von Zähnen, Zahnfleisch, Zunge und Prothese bildet sich durch den Einfluss von Bakterien laufend ein Belag, der Karies und Zahnfleischentzündungen verursachen kann. Dieser Belag bildet sich auch, wenn keine Nahrung durch den Mund aufgenommen wird, wie bei einer Ernährung über Magensonde. Das Ziel der Mundpflege ist die Entfernung dieses Belags von allen Oberflächen, zur Vermeidung von Schmerzen und Erkrankungen im Mund, sowie die Zuführung von Pflegestoffen, die einen positiven Effekt auf Zähne und Schleimhaut haben.
Mangelnde Mundhygiene kann eine Lungenentzündung verursachen

Brennende Schleimhaut wird oft durch eine Pilzinfektion verursacht. Intensive Zahnpflege und Prothesenreinigung hilft hier

♦ Vor und nach jeder Pflegemaßnahme müssen Sie Ihre Hände waschen. Wenn der Pflegebedürftige bei der Zahnpflege mitarbeitet, sollte er ebenfalls seine Hände waschen. Sie können auch Einmalhandschuhe tragen.

♦ Sorgen Sie mit genügend Licht für eine gute Sicht. Sehr hilfreich ist zum Beispiel eine Stirnlampe, die Sie an Ihrem eigenen Kopf befestigen (Bergsteigerlampe).

♦ Um Zahnbelag zu erkennen, kann es hilfreich sein ihn mit speziellen Färbemitteln sichtbar zu machen. Diese Methode ist aber nicht in jedem Fall geeignet, fragen Sie am besten Ihren Zahnarzt. Auf Prothesen sollten Sie allerdings keine Färbemittel anwenden, da dies den Kunststoff unter Umständen dauerhaft verfärben könnte.

♦ Der Pflegebedürftige soll eine eher sitzende Position einnehmen. Sein Kopf sollte etwas nach hinten geneigt sein, jedoch nicht zu weit nach hinten, da sonst die Gefahr, dass er sich verschluckt erhöht ist. Der Kopf muss angelehnt sein (Kopfstütze oder Wand mit Polster)

♦ Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre, spielen Sie evtl. beruhigende Musik ab. Jedes Mal die gleiche Musik abzuspielen kann dem Pflegebedürftigen helfen die Zahnpflege als Routine wahrzunehmen.

♦ Tragen Sie unbedingt als erstes großzügig Vaseline auf Lippen und Mundwinkel auf und lassen diese kurz einwirken um die Haut dehnbar zu machen. Oft reicht bei trockenen Lippen schon die kleinste Bewegung um einen tiefen Riss zu verursachen, der sehr schmerzhaft ist und schlecht heilt.

♦ Sprechen Sie während Ihrer Tätigkeit mit dem Pflegebedürftigen und sagen ihm was Sie tun. Fragen Sie den Pflegebedürftigen auch um Erlaubnis und wenden Sie auf keinen Fall Gewalt an.

♦ Um die Zähne zu reinigen müssen alle Prothesen aus dem Mund entfernt werden. Wenn der Pflegebedürftige die Prothese selbst entnehmen kann, dann lassen Sie es ihn machen, auch wenn es evtl. ein paar Augenblicke dauert. Die Prothese muss bei jedem Zähneputzen ebenfalls gereinigt werden (siehe unten).

♦ Nutzen Sie evtl. einen Silikonfingerling (erhältlich im Sanitätshaus) um den Mund offen zu halten und Bissverletzungen an Ihrem Finger zu vermeiden (Infektionsgefahr)

♦ Je nachdem wie Sie am besten zurecht kommen, können Sie eine elektrische oder eine manuelle Zahnbürste benutzen.

Egal ob elektrisch oder manuell: hauptsache Putzen

Egal ob elektrisch oder manuell: hauptsache Putzen

♦ Wenn der Pflegebedürftige selbst putzt, kann eine Dreikopfbürste die Reinigungsleistung erhöhen

♦ Implantatkronen müssen genau wie natürliche Zähne gereinigt werden

♦ Auch bei lockeren Zähnen soll der Zahnbelag entfernt werden, dabei weniger Druck anwenden oder den Zahn mit der anderen Hand festhalten um die Lockerung nicht zu verschlimmern.

♦ Reinigen Sie die Zahnzwischenräume mit Interdentalbürstchen (mit langem Griff) oder Einbüschelbürsten (Drogerie)

♦ Sobald Sie Zahncreme anwenden wird die Sicht schlechter werden, erwägen Sie daher die Zahncreme sehr stark zu reduzieren oder ganz wegzulassen. Für eine bessere Gleitfähigkeit kann man statt Zahnpasta auch ein paar Tropfen geschmacksneutrales Speiseöl (Sonnenblumen- oder Rapsöl) auf die Zahnbürste geben. Auch bei der Reinigung der Zunge hilft es die Zunge erst mit ein paar Tropfen Öl geschmeidig zu machen und Verletzungen zu vermeiden.

♦ Wählen Sie eine milde Zahncreme, die keine Schärfe hat. Manchmal hilft es eine Zahncreme mit einem anderen Geschmck zu nehmen.

♦ Zähne sind oft temperaturempfindlich, bieten Sie dementsprechend nur lauwarmes Wasser zum Ausspülen an.

♦ Der Pflegebedürftige muss nach dem Zähneputzen nicht unbedingt ausspülen. Wenn etwas Zahnpasta im Mund verbleibt wirkt sich das sogar positiv auf Zähne und Zahnfleisch aus.

♦ Den Belag auf der Zunge können Sie mit einem extra Zungenreiniger entfernen. Die Zunge muss danach nicht komplett rosa aussehen, ein gewisser weißlicher oder bräunlicher Belag ist normal.

♦ Benutzen Sie bei der Zahnpflege keine Kleinteile (wie Zahnstocher) wegen Verschluckungsgefahr (Interdentalbürstchen immer mit langem Griff).

♦ Wenn Sie fertig sind, werfen Sie nochmal einen Blick auf Zähne und Prothese und prüfen Sie ob Beschädigungen vorhanden sind. Abgebrochene Zähne können verschluckt werden oder noch in der Prothese stecken. In bestimmten Fällen können abgebrochene Zähne wiederbefestigt werden, es lohnt sich unter Umständen danach „zu suchen“.

♦ Entfernen Sie alle sichtbaren Zahnpastareste und Vaseline um den Mund herum mit einem feuchten Taschentuch und fetten Sie die Lippen dezent ein.

♦ Alle Hilfsmittel dürfen nur bei einer Person angewendet werden und müssen nach jeder Benutzung gründlich unter fließendem Wasser gereinigt werden, Bürstenköpfe sollten nach ein paar Wochen oder bei sichtbarer Abnutzung ausgewechselt werden. Bei Nichtbenutzung offen aufbewahren zum Trocknen.

Umgang und Reinigung von Zahnprothesen

Prothesen sind oft technisch anspruchsvolle, hochwertige Zahnersatzversorgungen, deren Herstellung viel Geld gekostet hat. Handhabung und Pflege sind sehr individuell und benötigen besondere Aufmerksamkeit um die Funktionsfähigkeit zu bewahren. Insbesondere Fehler beim Rein-/Rausnehmen oder bei der Anwendung von Haftcreme können die Prothese unbrauchbar machen und damit dem Prothesenträger großen Schaden zufügen. Auch zur Reduzierung von schädlichen Krankheitserregern ist der korrekte Umgang mit der Zahnprothese sehr wichtig und kann sich lebensverlängernd auswirken!
Für die Zahnpflege muss die Prothese aus dem Mund genommen werden

Mit der richtigen Technik ist das Rausnehmen einer Zahnprothese kein Problem

♦ Vor und nach jeder Pflegemaßnahme müssen Sie Ihre Hände waschen. Wenn der Pflegebedürftige bei der Zahnpflege mitarbeitet, sollte er ebenfalls seine Hände waschen. Sie können auch Einmalhandschuhe tragen.

♦ Im Idealfall sollte die Prothese nach jedem Essen aus dem Mund genommen und gereinigt werden. Mindestens aber zweimal pro Tag (nach dem Frühstück und nach dem Abendessen)

♦ Wenn der Pflegebedürftige die Prothese selbst entnehmen kann, dann lassen Sie es ihn machen, auch wenn es evtl. ein paar Augenblicke dauert.

♦ Um die Prothese rein- oder rauszunehmen muss der Kopf angelehnt sein (gegen eine Kopfstütze oder gegen die Wand, auf Polsterung achten).

♦ Wenn Sie die Prothese nicht rausbekommen, weil sie mit Haftcreme eingesetzt wurde, müssen Sie besonders vorsichtig sein oder einfach etwas abwarten. Haftcreme kann so stark kleben, dass man beim Rausnehmen der Prothese die Haut mitabzieht.

♦ Wenden Sie niemals Gewalt an und kippen Sie die Prothese nicht, denn Sie könnten die Zähne oder die Prothese beschädigen oder Verletzungen verursachen. Achten Sie auf eine gleichmäßig abziehende Bewegung, ohne dass sich die Prothese verkantet. Stechen Sie nicht mit den Fingernägeln ins Zahnfleisch. Wenn Sie mit den Fingern keinen Halt finden, kann evtl. ein „Prothesenabzieher“ helfen. Bei unvorsichtigem Vorgehen können Zähne ungewollt ausfallen! Bei oberen Vollprothesen muss eine andere Technik angewendet werden, fragen Sie dafür Ihren Zahnarzt

♦ Alle Oberflächen, Vertiefungen, Nischen an der Prothese müssen mit der Bürste (am besten eine Prothesenzahnbürste) mechanisch gereinigt werden um Speisereste und Zahnbelag zu entfernen. Es reicht nicht die Prothese nur in eine Reinigungslösung einzulegen. Dabei ist sorgsam darauf zu achten die grazilen Metallhaken und Kleinteile nicht zu verbiegen oder zu beschädigen. Kratzen Sie nicht mit spitzen Gegenständen an der Prothese herum. Benutzen Sie zur Reinigung der metallischen Vertiefungen Ohrenstäbchen, da die Bürste dort nicht hineingelangen kann.

♦ Harte Ablagerungen (Zahnstein) oder Verfärbungen können unter Umständen mit Hilfe eines Ultraschallreinigungsgeräts (wie für Brillen oder Schmuck) entfernt werden. Sie können gelegentlich (z.B. 1 mal pro Woche) auch Prothesenreinigungstabs (Drogerie) nutzen (hilft Kalkablagerungen zu entfernen). Lassen Sie die Prothese aber nur für 1-2 Stunden in der Lösung und nicht über Nacht liegen.

♦ Beim Wiedereinsetzen der Prothese muss man besonders auf lockere Zähne Rücksicht nehmen und mit Gefühl vorgehen. Bei unvorsichtigem Vorgehen können Zähne ungewollt ausfallen! Feuchten Sie die Prothese vor dem Wiedereinsetzen gut mit Wasser an, damit es besser „flutscht“

♦ Bei schlechtem Prothesenhalt kann es sinnvoll sein Haftcreme anzuwenden. Lassen Sie sich die korrekte Anwendung vom Hauszahnarzt zeigen. Generell gilt aber: Bevor Sie neue Haftcreme auftragen, müssen erst alle alten Reste entfernt werden. Achten Sie beim Entfernen der alten Haftcreme unbedingt darauf, dass Sie die Prothese nicht verbiegen. Trocknen Sie die Prothese gut ab und tragen Sie dann die Haftcreme nur auf die rosafarbenen Anteile der Prothese. Geben Sie niemals Haftcreme in die Metallkäppchen! Weniger ist mehr.

♦ Bewahren Sie die Prothese in einer offenen Prothesenbox auf, wenn sie gerade nicht getragen wird. Wickeln Sie die Prothese nie in Taschentücher oder Servietten ein, damit sie nicht aus Versehen weggeworfen wird.

♦ Alle Hilfsmittel dürfen nur bei einer Person angewendet werden und müssen nach jeder Benutzung gründlich unter fließendem Wasser gereinigt werden, Bürstenköpfe sollten nach ein paar Wochen oder bei sichtbarer Abnutzung ausgewechselt werden. Bei Nichtbenutzung offen aufbewahren zum Trocknen

♦ Prothesen müssen regelmäßig getragen werden, am besten jeden Tag, sonst passen sie nicht mehr.

♦ Prothesenträger sollten nur mit Prothesen im Mund essen

♦ Generell sollten Prothesen auch nachts getragen werden, Ausnahmen sind jedoch möglich

 

Achten Sie allgemein auf gesundheitsfördernde Verhaltensweisen:

♦ Zahnfreundliche Ernährung (wenig Zucker) und Getränke (gar kein Zucker)

♦ Vermeidung von bestimmten Lebensmittelkonsistenzen (nicht klebrig, nicht hart, kein Mohn/Sesam/Kokos) zur Vermeidung von Druckstellen und anhaftender Speisereste, aber auch nicht nur Brei geben, denn eine gewisse Beanspruchung stärkt die Zähne. Zum Beispiel Gummibärchen, Bonbons und Trockenfrüchte können so klebrig sein, dass Kronen und Füllungen dadurch abgezogen werden (Plombenzieher). Oft ist eine Wiederbefestigung dann nicht mehr möglich.

♦ Viel Trinken, wasserhaltige Lebensmittel (Gurke, Melone, Kompott, Suppe) helfen mehr Flüssigkeit aufzunehmen

♦ Gelegentlich zuckerfreie Lutschbonbons (nicht zu viel, wegen Durchfallgefahr, Säure verursacht auch Karies, Gefahr durch Einatmen), Kaugummi ist ungeeignet

 

Behandlungsmöglichkeiten und Tipps

Behandlung beim Zahnarzt

Behandlung beim Zahnarzt

♦ Lassen Sie sich zum Thema Mundhygiene bei Pflegebedürftigen vom Hauszahnarzt beraten, das geht auch ohne Anwesenheit des Pflegebedüftigen

♦ Wenn ein Besuch beim Hauszahnarzt möglich ist (evtl. mit Krankentransport), sollten häufige Professionelle Zahnreinigungen durchgeführt werden. Diese sind sehr hilfreich um Probleme zu vermeiden bzw. zu erkennen. Auch wenn kein Zahn mehr vorhanden ist, ist ein Zahnarztbesuch sinnvoll um die Schleimhaut und den Prothesensitz zu kontrollieren

♦ Wenn Immobilität oder Bettlägerigkeit vorliegt: Hausbesuch durch den Zahnarzt (sehr eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten) oder Behandlung im Krankenhaus/Zahnklinik

♦ Wenn ein Krankenhausaufenthalt aufgrund einer anderen Behandlung geplant ist, kann diese Gelegenheit evtl. für eine gleichzeitige Zahnbehandlung genutzt werden. Fragen Sie hierzu den Hauszahnarzt.

♦ Regelmäßige professionelle Reinigung der Prothese in Ihrer Zahnarztpraxis. Der Pflegebedürftige muss dafür nicht in der Praxis erscheinen. Professionelle Prothesenreinigungen können dazu beitragen eine Lungenentzündung oder Pilzerkrankung zu verhindern.

♦ Abziehhilfen an Prothese anbringen lassen (beim Hauszahnarzt)

♦ Namen in Prothese eingravieren lassen (beim Hauszahnarzt, hilfreich bei Heimbewohnern), um Verwechslungen oder Prothesenverlust vorzubeugen

♦ Lassen Sie beim Zahnarzt eine Ersatzprothese herstellen, die im Falle einer Reparatur der Hauptprothese als Übergangslösung dient. Vor allem bei Demenzerkrankten kann eine Prothese auch mal verloren gehen, eine Ersatzprothese ist dann ein echter Glücksfall.

 

Wann ist eine Behandlung beim Zahnarzt notwendig?

♦ Nicht jede Entzündung am Zahnfleisch muss gleich beim Zahnarzt behandelt werden. Manchmal reicht es für eine Weile auf saure, scharfe, heiße, knusprige Lebensmittel vermeiden, die Prothese evtl. stundenweise weglassen und die Mundhygiene zu verbessern. Wenn es nach 10 Tagen nicht besser ist, sollte eine Kontrolle durch den Zahnarzt erfolgen.

♦ Sichtbare Karies/abgebrochene Zähne: Nicht jede Karies verursacht Schmerzen. Oft kann durch zahnfreundliche Ernährung und Zahnpflege das Auftreten von Schmerzen hinausgezögert werden. Kariöse oder abgebrochene Zähne haben aber oft scharfe Kanten, die schmerzhafte Verletzungen an Zunge oder Wange verursachen. In so einem Fall ist die Behandlung durch einen Zahnarzt sehr sinnvoll.

♦ Zahnschmerzen: Bei Zahnschmerzen ist eine Kontrolle bzw. Behandlung durch den Zahnarzt sinnvoll. Dieser entscheidet dann ob eine ursächliche Behandlung möglich/sinnvoll ist.

 

Klicken Sie hier für weitere Hilfe und Tipps für Pflege generell und auch speziell über Zahn- und Prothesenpflege: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (Thema Zähne kommt ganz unten auf der Seite)

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