Sicher achten Sie auf Ihre Zahngesundheit und pflegen und hegen Ihre Zähne nach bestem Wissen und Gewissen. Aber wussten Sie, dass die folgenden 10 Dinge erstaunlicherweise schlecht für Ihre Zähne sind?

1. Cola Zero

Cola Zero

Schmeckt gut, hat keine Kalorien, ist aber trotzdem schlecht für die Zähne!

Viele Menschen achten auf einen gesundheitsbewussten Lebensstil und wollen auch für ihre Zähne das Beste. Seit der Gesundheitsaufklärung in der Grundschule weiß jeder: Cola enthält einfach unvorstellbar viel Zucker. Auch die alarmierende Häufigkeit von teilweise groteskem Übergewicht, wie es in den USA vorkommt, hat die konventionellen Softdrinks für viele zum No-Go gemacht. Die Getränkeindustrie hat dieses neue Kalorienbewusstsein mit der Markteinführung von sogenannten ‚Light-‚ und ‚Zerogetränken‘ beantwortet. Null Zucker, Null Kalorien – was soll daran noch schädlich sein? Die Antwort lautet: die Säure. Die meistens enthaltene Zitronensäure (pH-Wert 3,2) oder sogar Phosphorsäure (pH-Wert 2,2) sorgt für Geschmack und Haltbarkeit im Softdrink. Da Zahnschmelz bereits bei einem pH-Wert von 5,5 angelöst wird, können Cola Zero & Co trotz Zuckerfreiheit also nun wirklich nicht als zahnfreundlich bezeichnet werden. Wer dennoch nicht auf Geschmack im Getränk verzichten will darf schon auch mal zur Limonade greifen. Ein Glas Cola zum Mittagessen ätzt Ihnen nicht gleich die Zähne weg. Wenn Sie jedoch über den Tag verteilt immer mal wieder einen Schluck davon nehmen, bleibt der pH-Wert im Mund über weite Strecken gefährlich niedrig und die Zähne verlieren Mineralien. Am gesündesten für Zähne und Körper ist und bleibt schlichtweg blankes Wasser (pH-Wert 7).
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2. Heiße Zitrone

Heiße Zitrone

Es tut so gut und ist doch so schlecht!

Wenn im Herbst die Blätter fallen und uns der Winter klirrende Kälte bringt, wärmt man die erfroren Finger gern an einem Heissgetränk. Am besten eins mit viel Vitamin C, denn das soll uns vor einer Erkältung schützen. Bekannt für den hohen Vitamin C – Gehalt ist ja die Zitrone, die zu diesem Zweck – entweder frisch oder als Pulver – mit kochendem Wasser zu einer wohlschmeckenden ‚heißen Zitrone‘ zubereitet wird. Etwas Zucker oder Honig darf natürlich auch nicht fehlen. Es mag wohl wahr sein, dass der hohe Vitamingehalt dieses Getränks die Abwehrkräfte unterstützt und allein durch die wohltuende Wärme sogar eine bereits bestehende Erkältung etwas verbessern kann. Worüber sich jedoch viele nicht bewusst sind, ist dass diese ‚heiße Zitrone‘ so ziemlich das schlimmste ist was man seinen Zähnen antun kann! Die Kombination von Säure und Zucker, die allein schon schädlich genug ist, wird durch die hohe Temperatur des Getränks zu einem regelrechten Zahnkiller! Die chemische Reaktion, bei der durch Säure Mineralien aus dem Zahnschmelz gelöst werden, erfährt durch die höhere Temperatur eine extreme Beschleunigung. Die Zähne werden buchstäblich weggeätzt. Tun Sie sich selbst etwas Gutes und verzichten Sie einfach generell auf Getränkepulver, denn da ist praktisch immer reichlich Zucker und Säure drin. Sie werden deshalb nicht häufiger erkältet sein, denn derart hoch dosiertes Vitamin C kann vom Körper ohnehin nicht komplett aufgenommen werden. Zum Beispiel mit einem guten Apfel haben Sie genau Ihre täglich Vitamindosis ohne Ihren Zähnen über die Maßen zu schaden.
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3. Zweckentfremdung

Schonmal eine Bierflasche mit den Zähnen geöffnet? Wahrscheinlich nicht, aber hin- und wieder neigt man doch dazu seine Zähne aus Faulheit als Werkzeug zu benutzen. Vor allem Verschlüsse und Verpackungen von Lebensmitteln sind oft knifflig zu öffnen. Wer dann zu faul ist sich eine Schere zu besorgen und die Gummibärchentüte stattdessen mit seinen Zähnen öffnet, tut sich selbst nichts Gutes. Absplitterungen, Überlastungen und Schlifffacetten sind die Folge dieser Zweckentfremdung. Als wir uns noch von Baum zu Baum hangelten waren wir auf unsere Zähne als Werkzeuge zwar noch angewiesen, jedoch fiel die dadurch bedingte stärkere Abnutzung der Zähne Dank der geringen Lebenserwartung nicht weiter auf. Heutzutage müssen unsere Zähne bis ins hohe Alter von durchschnittlich etwa 78 (Männer) bzw. 83 (Frauen) Jahren halten. Darum tun Sie sich selbst einen Gefallen und benutzen Sie Ihre Zähne nur ihrer Bestimmung gemäß zum Essen, Sprechen und Lachen!
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4. Glasflaschen

Schon so Mancher hat auf einer Party einen Schneidezahn verloren!

Eine falsche Bewegung und schon ist es passiert!

Nicht nur Umweltschützer und Bierliebhaber greifen oft zur Glasflasche. In Ermangelung eines geeigneten Trinkgefäßes wird dann gerne auch mal direkt aus der Flasche getrunken. Zunächst schadet das Trinken aus Glasflaschen den Zähnen natürlich nicht direkt. Problematisch wird es allerdings wenn etwas Schusseligkeit dazu kommt und man selbst oder jemand anders beim Trinken gegen die Flasche stößt. Eine falsche Bewegung und schon ist ein Frontzahn abgebrochen. So ein unerfreulicher Zwischenfall lässt sich ganz einfach vermeiden indem man auf das Trinken aus Glasflaschen verzichtet (übrigens kann man sich auch mit Plastikflaschen die Zähne ausschlagen).

5. Versteckter Zucker

Er versteckt sich fast überall: Zucker!

Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel, die in Ihrem Einkauswagen landen!

Dass Gummibärchen und Schokolade schlecht für die Zähne sind, weiß ja jedes Kind. Es gibt aber Lebensmittel die allgemein als harmlos gelten und in Wahrheit Karies verursachen! Dazu zählen beispielsweise Kartoffelchips, Salzletten, Breze, Ketchup, Wurstwaren, Honig und sogar Obst. Auch wenn etwas eigentlich nicht süß schmeckt kann der Kohlenhydratgehalt dennoch so hoch sein, dass Kariesgefahr besteht. Das bedeutet natürlich nicht, dass man auf diese Leckereien völlig verzichten muss. Man sollte sich aber bewusst sein, dass vor allem industriell hergestellte (Öko-)Fertigprodukte, insbesondere ‚Kinderprodukte‘ oft ungesünder sind, als die Werbung uns weismachen will. Darum: Zähneputzen nicht vergessen!

6. Smoothie, Quetschi & Co.

Lecker Obst und Gemüse in flüssiger Form

Wer Zähne hat sollte sie auch zum Kauen benutzen!

Sich gesund zu ernähren ist eigentlich gar nicht so kompliziert, jeder kennt die Regeln: Wenig Zucker und Fett, viel Obst und Gemüse. Klingt ziemlich einfach, tatsächlich schaffen es aber die wenigsten sich wirklich daran zu halten. Die täglichen Verlockungen im Supermarkt, auf der Straße oder im eigenen Kühlschrank sind einfach übermächtig. Noch schwieriger ist es dann natürlich die lieben Kleinen von dem Konzept zu überzeugen. Kinder mögen nicht automatisch Obst und Gemüse. Genau wie Erwachsene, mögen auch sie lieber Pommes und Schokolade. Nun suchen Eltern händeringend nach Tricks ihren Sprösslingen gesunde Lebensmittel unterzujubeln, möglichst ohne Frustfaktor. Die Lebensmittelindustrie hat dieses Dilemma erkannt und Produkte auf den Markt gebracht, die speziell für Kinder geeignet sein sollen: Quetschie, Smoothie & Co. Dabei handelt es sich angeblich um flüssiges Obst in einer kinderfreundlichen Verpackung, kleckerfrei portioniert. Dass es sich dabei aber eigentlich um eine Süßigkeit handelt, die genau wie Bonbons oder Schokolade nicht als (Zwischen-)Mahlzeit gegeben werden sollte, wird in der Fernsehwerbung natürlich verschwiegen. Besonders fatal ist obendrein noch die Verpackungsform zum dran nuckeln. Diese stößt bei einem Kind zwar naturgemäß sofort auf Akzeptanz, ja sogar auf Gefallen, sodass der Zuckerkonsum länger andauert. Die kleinen Zähnchen werden dadurch aber über längere Zeit mit einer stark zuckerhaltigen Lösung umspült. Das kann schon nach einigen wenigen Portionen zu einem typischen Demineralisierungsmuster führen, der sogenannten Zuckerteekaries. Diese Krankheit ist für Ihr Kind sicher schlimmer als ihm die sogenannten ‚Kinderprodukte‘ zu verwehren. Am einfachsten ist es wenn Sie Ihrem Kind das vorleben, was Sie von ihm erwarten: essen Sie selbst mehr Obst und Gemüse, das tut Ihnen gut und Ihr Kind wird so von ganz alleine Lust darauf bekommen!
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7. Falsches Zähneputzen

Falsches Zähneputzen?

Vor allem junge Menschen versuchen durch besondere Brutalität beim Putzen Verpasstes wieder aufzuholen.

Wer hätte das gedacht! Zähneputzen kann den Zähnen auch schaden – aber Halt! Das soll Ihnen jetzt nicht den langersehnten Grund liefern die lästige Zahnpflege endlich abzuschaffen. Vielmehr sollten Sie einmal Ihre Gewohnheiten auf den Prüfstand stellen. Die meisten Menschen putzen sich nach bestem Wissen und Gewissen die Zähne und denken dann: so, jetzt hab ich ordnungsgemäß zwei Minuten lang geputzt. Aber tatsächlich waren es nur 20 Sekunden! Keine Frage, dass das nicht gut ist. Es gibt aber auch Menschen, die putzen sich fleißig die Zähne und denken dann: so, jetzt hab ich ordungsgemäß zwei Minuten lang geputzt. Aber tatsächlich waren es 5 Minuten oder sogar noch länger. Und das ist eben auch nicht gut. Wer das ein Leben lang übertreibt, hat meist schon ab dem 35. Lebensjahr mit Zahnfleischrückgang und empfindlichen Zahnhälsen zu kämpfen. Später prägen sich dann keilförmige Putzdefekte aus, in denen sich auch leicht Karies bilden kann. Das gequälte Zahnfleisch zieht sich zurück bis weite Teile der Wurzeloberfläche freiliegen und die Zähne schließlich locker werden. Korrektes Zähneputzen ist eigentlich gar nicht so leicht: Wenn Sie wissen wollen wie Sie Ihre Technik verbessern können, dann fragen Sie uns!

8. Nach dem essen Zähneputzen

30 Minuten

30 Minuten reichen meistens aus um den pH-Wert wieder zu normalisieren

Das weiß doch jedes Kind! Grundsätzlich ist diese Regel schon richtig, was aber die Wenigsten wissen: Sie gilt mit einer Einschränkung. Nach dem Verzehr von säurehaltigen Speisen und Getränken ist das sofortige Zähneputzen nämlich sogar eher schädlich. Saures Obst, Salatsauce, (zuckerfreie) Limonaden lösen durch den niedrigen pH-Wert den Zahnschmelz an. Putzt man dann in diesem sauren Milieu die Zähne, bürstet man sich den Zahnschmelz dünn! Darum sollte man nach dem Genuss von Obst & Co. etwa 30 Minuten warten bis sich der pH-Wert im Mund wieder normalisiert hat und dann erst Zähneputzen. Übrigens: Man kann der Säure auch aktiv etwas entgegensetzen: den Mund kräftig mit blankem Wasser ausspülen oder ein Stück Käse essen erhöht den pH-Wert tatsächlich etwas schneller.

9. Zahnstocher

Der Zahnstocher

Mit gutem Grund auch von den meisten Restauranttischen verschwunden: der Zahnstocher

Ananas, Bratwurstgehäck, Popcorn, Grillfleisch – Was haben diese Lebensmittel gemeinsam? Anwort: Man hat auch nach dem Essen noch was davon, denn es bleiben nämlich gern ein paar Fasern davon zwischen den Zähnen hängen. Das passiert schon bei gesunden Zähnen, wird aber bei entsprechend ungünstiger Zahnstellung oder Nischenbildung noch verstärkt. Um das unangenehm drückende Gefühl wieder loszuwerden greift man dann gern mal zum Zahnstocher und pult ungezielt und brutal an der Stelle herum. Ergebnis: Es fängt an zu bluten, der Zahnstocher bricht ab oder man schiebt den Krümel noch tiefer rein. Der Zahnstocher richtet also mehr Schaden an, als dass er nützt. Bei vielen Menschen bleibt immer wieder an einer bestimmten Stelle etwas hängen. Auf Dauer ist das ständige Einbeißen nicht nur lästig, sondern führt zu Karies und Parodontose. Meist gibt es jedoch eine Ursache für das Problem: lassen Sie sich von uns beraten und verzichten Sie auf Zahnstocher und andere ungeeignete Werkzeuge!

10. Wangenbeißen, Nägelkauen o.ä.

Nägelkauen

Bei vielen Menschen ist die Nagelschere schon völlig eingestaubt

Es gibt sicher noch schlechtere Angewohnheiten, aber wer denkt Wangenbeißen und Nägelkauen sei harmlos, der täuscht sich. Abgesehen davon, dass es nicht sonderlich elegant ist, werden dadurch Zähne und Kiefergelenk einer unnatürlichen Überlastung ausgesetzt, die zu Arthritis und Parodontose führen kann! Insbesondere das Nägelkauen kann auch die Zahnstellung verändern. Zähne werden aus der Reihe herausgedrückt oder es entstehen Lücken. Beim Wangenbeißen wird natürlich auch die Wangenschleimhaut beschädigt. Meist verheilt das innerhalb weniger Tage wieder, jedoch werden dabei auch oft die Ausführungsgänge der kleinen und großen Speicheldrüsen zerstört. Durch die vernarbten Gänge kann der Speichel nicht mehr gut abfließen und es entstehen Zysten. In seltenen Fällen kann sich das Gewebe durch die häufigen Verletzungen schließlich auch zu einer bösartigen Wucherung entwickeln. Da lohnt es sich doch so eine schlechte Angewohnheit aufzugeben!